Zum Anmachen: Der Anlasser
Verbrennungsmotoren können aus dem Stillstand kein Drehmoment liefern und daher nicht selbst anlaufen. Ehe ein Verbrennungsmotor seine eigentliche Arbeit beginnen kann, muss ein Ansaug- sowie ein Verdichtungstakt ausgelöst werden - er muss angeworfen werden, etwa durch Handkurbeln, Antreten, Anschieben oder durch den Anlasser.
Der sogenannten Schub-Schraubtriebstarter ist der im Pkw fast ausschließlich verwendete Starter, Er hat ein kleines Zahnrad, das sogenannte Starterritzel, das auf der Starterwelle axial stufenlos verschiebbar ist.
Das Ritzel wird durch einen Elektromagneten, den sogenannten Magnetschalter zunächst in die Verzahnung auf dem Schwungrad in Eingriff gebracht (eingespurt) und erst danach wird der Strom für den Elektromotor durch einen Kontaktschalter an dem Einschiebemagneten eingeschaltet. Das Ritzel ist hierzu seitlich angeschrägt, um das Einspuren zu erleichtern. Ferner ist das Ritzel mit einem Freilauf ausgerüstet. Dieser verhindert, dass der schon gestartete Motor über das noch eingespurte Starterritzel den Starter mit einer zu hohen Drehzahl antreibt und ihn dadurch beschädigt oder zerstört.
Mit der Zeit verschmutzen Magnetschalter und Starterritzel, was die Funktion der beiden Bauteile erheblich beeinträchtigt.
Beim Starterritzel macht sich diese insbesondere durch ein Nachlaufen des Ritzels bemerkbar wenn der Motor bereits läuft. Wesentlicher ist die Beeinträchtigung des Magnetschalters. Wenn dieser durch Schmutz und verharztes Fett ungangbar ist fällt der gesamte Anlasser aus. Dies macht sich in der Regel durch ein hörbares Klack beim Drehen des Zündschlüssels bemerkbar.
Ebenfalls verringert sich die Leistung des Anlassers wenn die beweglichen Teile verschmutzt sind. Oftmals ist ein müdes Durchdrehen des Anlassers beim Startvorgang nicht auf eine zu schwache Batterie sondern einen verschmutzten oder defekten Anlasser zurückzuführen.
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